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Unternehmertreff 2016 / Einweihung Brunnenanlage Lindenbrunnen

  • Mit der Einweihung der neuen Brunnenanlage im Lindenbrunnenquartier startete der diesjährige Unternehmertreff am 2. September mit einem sichtbaren Ergebnis guter Zusammenarbeit zwischen Gewerbe und Politik. Passender hätte der Einstieg in den traditionellen Networking-Abend für GVE-Mitglieder und Gemeinderat nicht sein können.

    Nach der Begrüssung der erfreulich grossen Teilnehmer-/Gästeschar und einer ersten Verdankung der zahlreichen Beteiligten in- und ausserhalb des GVE sowie auf Seiten der Gemeindeverwaltung, übergab GVE-Präsident Peter Fähndrich das Wort Projektleiter und Architekt Josef “Josi” Bucher, der die spezielle und interessante Entstehungsgeschichte des Brunnens erläuterte (mehr dazu auf Seite 16 im Juni-Pöstli).

    Eschenbacher Teamwork vom Feinsten

    BRUNNENANLAGE LINDENBRUNNEN

    Mitwirkende / Sponsoren
    Josef Bucher, Projektleiter / Architekt Salzmann Bau AG Elektro Müller GmbH Weibel + Sohn AG Rüttimann Leitungsbau AG Wasserversorgung Eschenbach AG Eigentümer im Quartier Lindenbrunnen Gemeinde Eschenbach Kieswerk Eschenbach Werkdienst Eschenbach

    Herzlichen Dank!

    Nicht nur Unternehmerinnen und Unternehmer kennen das: Damit aus einer Idee auch ein sichtbares Ergebnis wird, braucht es immer jemanden, der sich und andere für ein Vorhaben begeistern, aber auch planen und konkret zupacken kann. Als ehemaliger Unternehmer und erfahrener Politiker stellte Josef Bucher diese erz-unternehmerischen Tugenden in den Dienst des GVE - und dies erst noch zu einer Zeit, in der er auch als Präsident der Gewerbeausstellung 2015 tätig war!

    Doch selbst der tüchtigste Projektleiter erreicht sein Ziel nur mit Teamwork. So ist der neue Brunnen am Ende der Lindenbrunnenstrasse ein waschechtes Gemeinschaftswerk Eschenbacher Unternehmertums und dem unbürokartischen Goodwill der Gemeindebehörden und auch der Tatkraft des Kieswerks und des Werkdienstes (sh. Box). So gesehen wurde hier deshalb mehr als bloss ein schönes Zierobjekt errichtet; der Brunnen steht als leuchtendes Beispiel für funktionierende und auch (politische) Grenzen überwindende Zusammenarbeit innerhalb der Gemeinde.

    In Zeiten, in denen viele Unternehmerinnen und Unternehmer, Bauherren und zum Teil sogar die Gemeindebehörden selber unter fraglichen Vorschriften aus Luzern ächzen und Konflikte deswegen leider an der Tagesordnung sind, ist dies doch ein inspirierender Lichtblick!

    “Vogterei” durch die Obrigkeit - oder wenn sich Geschichte wiederholt

    Der Übertitel lässt erahnen, dass die in der Einladung angekündigten “Insider-Infos zum Unterdorf” sich auf vergangene Zeiten bezogen haben. Tatsächlich gab Josef Bucher vor der Dorfmühle, einem der ältesten (wenn auch nicht unbedingt schönsten) Eschenbacher Bauten, einige sorgfältig recherchierte Anekdoten aus der Eschenbacher Dorfgeschichte zum Besten. Neben unkeuschem Verhalten zwischen Augustinerinnen und Dorfmüller war da unter anderem auch von “Aufrührernest” die Rede und von einer durch die Luzerner Obrigkeit mit Waffengewalt und Todesurteilen durchgesetzten Ordnung. Es hat also offenbar Zeiten gegeben, in denen Eschenbacher dem Luzerner Vogt trotzig die Stirn geboten haben (wie erfolgreich bleibe mal dahingestellt...).

    Die Frage, die darauf beim Marsch vom Rössliplatz zum Neuheim jedoch auf jeden Fall diskutiert wurde: Abgesehen von den martialisch / despotischen Methoden der alten Zeiten - könnte es sein, dass sich die “Zeiten” bzw. die Geschichte bisweilen wiederholt? Oder dass sich im Machtgefüge erst gar nie wirklich grundlegend etwas ändert?

    Ein voller Bauch revoltiert nicht gern...

    Bevor noch irgendwelche “gefährlichen” aufrührerischen Gedanken die Runde machen konnte, wurde die inzwischen hungrige Teilnehmerschar vor dem Mehrzweckraum Neuheim von der GVE Event-Managerin Manuela Henseler und Grillmeister Roby Müller (kein Nachfolger des unkeuschen Dorfmüllers, übrigens!) zum BBQ erwartet. Bei gutem Wein und leckeren Grilladen reduzierten sich allfällige revolutionäre Ansinnen schnell wieder zu angeregten und friedlichen Gesprächen zwischen Gwärblerinnen und Gwärblern und der Eschenbacher (und selbst der vertretenen Luzerner) Obrigkeit. So, wie sich das halt an einem erfolgreichen und gesitteten Unternehmertreff im Jahr 2016 gehört.

    ...doch der GVE bleibt trotzdem für Sie dran!

    Bei aller Harmonie und der in vielen Bereich bereits sehr guten Zusammenarbeit wird sich der Gewerbeverein auch weiterhin aktiv (wenn auch nicht “aufrührerisch” ;-) ) unter anderem den folgenden Fragen annehmen:

    • Wie stark werden Unternehmerinnen und Unternehmer sowie freies unternehmerisches Denken durch die Regulierungswut der kantonalen Behörden unverhältnismässig eingeschränkt?
    • Welche (Rekurs-)Möglichkeiten bestehen und werden sie ausgeschöpft?
    • Inwiefern können die Eschenbacher Kantonsräte der Gemeinde und den Unternehmern Hand bieten?
    • Wie positioniert sich Eschenbach als Gemeinde in dieser Frage bzw. generell zum Unternehmertum / unternehmerischen Wachstum in Eschenbach (Stichwort regionaler Entwicklungsplan)?